Warum pink.innerpath?

Weil Pink meine Lieblingsfarbe ist und ich finde, dass uns allen ein bisschen mehr Farbe im Leben guttun würde. 🌸

Denn ich habe das Gefühl, dass für viele nur noch schwarz oder weiß existiert, dabei ist das Leben weder das eine noch das andere. Es ist so viel mehr. Es besteht aus unzähligen Facetten, Perspektiven und Zwischentönen und genau das macht es so schön.

Kurze Übersetzung für die, die es nicht verstehen;) 

Nur weil du eine Meinung hast, bedeutet das nicht, dass dies automatisch die Wahrheit für alle anderen Menschen sein muss. Nur weil ich etwas für gut heiße, bedeutet es nicht, dass es für jeden gut sein muss. Einfach mal leben und leben lassen. Lass andere Menschen doch einfach mal und kümmere dich um dein eigenes Leben. Damit haben wir alle genug zu tun. Anstatt andere zu ändern wollen, einfach mal bei sich selbst anfangen. Denn meistens sind die anderen gar nicht "das Problem"🌸

Kurze oder auch ein bisschen längere Geschichte über mich

Ich wurde früher gemobbt, habe nie irgendwo dazugehört und hatte keine richtigen Freunde, auf die ich mich verlassen konnte. Mir sind schlimme Dinge passiert und weder die schönen noch die schlimmen Dinge konnte ich mit irgendeinem Freund teilen, weil irgendwie nie jemand da war. Ich wurde von vielen nicht gemocht, was ich nicht verstand, da ich nie etwas gesagt habe, doch das war für dich meisten wohl das Problem. Ich war zu still. Zudem war ich super unsicher, ich wollte immer alles richtig machen und habe mich häufig hinterfragt, weil ich mich immer falsch gefühlt habe. Ich habe so viel gemacht, was ich gar nicht wollte, einfach nur, um dazuzugehören. Ich habe von Mädels mitbekommen, dass sie die ersten Erfahrungen mit Jungs gemacht haben, und irgendwann habe ich mich gezwungen gefühlt, ebenfalls Erfahrungen dahingehend zu sammeln. Ich habe angefangen über Themen zu reden, die andere interessieren, und habe dann festgestellt, dass mich das "interessanter" macht. Ich habe Alkohl getrunken, um dazuzugehören. Mich mit Jungs getroffen, um dazuzugehören. Mich mit Menschen getroffen, mit denen ich eigentlich nicht befreundet sein wollte. Und warum? Um dazuzugehören. Dann habe ich mich vom Aussehen her verändert, das gesagt, was andere hören wollten und sogar gelogen, um dieses Gefühl von der Zugehörigkeit zu bekommen, weil ich so eine sche*ß Angst hatte, mich wieder allein zu fühlen. Ich habe mich mit jedem verglichen und dabei vollkommen aus den Augen verloren, wie schön, unbeschwert und lustig das Leben sein kann, wenn man es nicht zu ernst nimmt und einfach mal für sich selbst lebt. Nicht für irgendeinen Typen, nicht für die Familie, nicht für irgendein Bild, das einem gar nicht entspricht. 

Ich habe mich für meinen Körper geschämt, für meine Vergangenheit, für gefühlt einfach alles. Ich wurde super schnell rot, was mir immer super unangenehm war. Ich war ultra schüchtern und zurückhaltend und habe mich über Jahre hinweg sehr oft sehr allein gefühlt. Meine ganze Jugend habe ich nicht so verbracht, wie andere ihre Jugend verbracht haben, denn ich hatte einiges, womit ich gestruggelt habe. Ich war so oft einfach unsichtbar für Menschen oder zu wenig, zu schüchtern, zu dick, zu …

Ich habe angefangen, mich zu schminken, weil man so meine roten Wangen nicht mehr gesehen hat. Ich habe meine Gefühle oft mit Essen kompensiert, was dann Auswirkungen auf mein Gewicht und meinen Körper hatte. Ich wollte mich immer beweisen, weil ich dieses verletzte 12-jährige Mädchen in mir schützen wollte. Ich habe Dinge gemacht, zu denen ich überhaupt noch nicht bereit gewesen bin. Habe Dinge nicht angesprochen und sie lieber mit mir ausgemacht, weil ich nicht als „Nervige“ dastehen wollte. Und mit diesem Verhalten, mit diesem Kreislauf, in den ich mich da verrannt habe, habe ich mir einiges in meinem Leben aus meiner Vergangenheit kaputt gemacht.

Und weil ich weiß, wie schrecklich das sein kann, wie scheiße weh das tut und was für Auswirkungen das auf ein Leben haben kann, ist das hier für die Mädels und Frauen und jeden anderen, der sich darin irgendwo wiedererkennt. Denn ich finde es wirklich so schade, dass wir uns verstellen müssen, um gemocht zu werden. Und das ist meiner Meinung nach auch nicht Sinn der Sache. Denn wirkliche Liebe uns gegenüber und anderen Menschen gegenüber kann doch erst dann entstehen, wenn wir versuchen, uns anzunehmen, so wie wir sind. Auch wenn wir dann diesem perfekten Bild für den Partner, die Familie oder wen auch immer nicht mehr gerecht werden. Schließlich leben wir doch für uns selbst, oder nicht?

Und wenn wir mal ganz ehrlich zu uns selbst sind, dann finden wir authentische Leute doch am sympathischsten. Am besten. Am inspirierendsten. Am schönsten. Und trotzdem gibt es davon so wenige.

Und ich glaube, wenn wir diese Masken immer wieder versuchen abzulegen, kann das Leben nur leichter, schöner und lustiger werden. Ich glaube nicht, dass es darum geht, zu reflektiert zu sein, immer noch weiter zu heilen, noch eine Meditation zu machen, noch ein Coaching, noch ein Buch zu lesen oder noch ein Video zu schauen. Ich glaube, dass es viel einfacher geht, als wir uns das manchmal vorstellen. Auch wenn wir uns immer wieder erinnern müssen.

Denn ich möchte dir sagen, dass sich bei mir viel verändert hat. Ich habe nicht den perfekten Körper, wie ihn viele auf Social Media haben. Ich habe keine straffen Beine und keinen super flachen Bauch. Wenn ich etwas super lustig finde, dann lache ich einfach laut und kriege mich manchmal auch nicht mehr ein. Ich bin an manchen Tagen im Monat schlecht drauf und zweifle an mir, weil ich das Gefühl habe, dass andere besser sind, und all das ist für mich mittlerweile okay. Natürlich ist es nicht immer leicht, aber ganz tief in mir weiß ich jetzt, dass niemand so ist wie ich und es demnach keinen Sinn ergibt, sich mit anderen Leben zu vergleichen.

Es wird immer Menschen geben, die erfolgreicher, hübscher, talentierter, lustiger … sind als ich, und das ist in Ordnung, denn die richtigen Menschen für mich in meinem Leben lieben mich genau so, wie ich bin.

Während ich das schreibe, sitze ich allein in Vietnam auf dem Balkon eines Airbnbs. Das hätte ich früher niemals für möglich gehalten, aber ich reise mittlerweile allein. Indien, USA, Malaysia, Vietnam und Wanderurlaube in den Alpen. Ich war zu schüchtern, um mich in der Schule zu melden, habe jetzt aber kein Problem mehr damit, mit fremden Menschen in einem fremden Land den Tag zu verbringen.

Und das tue ich nicht, weil ich allein bin oder mich einsam fühle. Das tue ich, weil ich in mir immer freier werde. Und wenn ich die letzten Jahre zusammenfassen müsste, dann würde ich sie als große Herausforderung beschreiben, aber mit einem noch viel größeren Wachstum, das mich freier und irgendwie echter gemacht hat.

Ich bin gespannt, was die Zukunft bringt, aber ich kann dir jetzt schon sagen, dass jederzeit die Chance auf eine Veränderung da ist, egal wie schrecklich du dich gerade fühlst. Als 12-Jährige hätte ich das gerne gehört und vielleicht liest du das jetzt und brauchst es auch:

Du bist nicht allein. Nie, niemals🌸🩷